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Besuch in Shanti Dhama

Besuch in Shantidhama

Während eines Indienaufenthaltes in den Osterferien, hat Hans Werner Starck, Lehrer an der Grund- und Mittelschule in Fridolfing, Kreis Traunstein, am 23. und 24. April „unser“ Heim Shantidhama in Gundoli (Bezirk Haliyal, Bundesstaat Karnataka) besucht. In einem Telefongespräch am 18. Juni und nachfolgender Korrespondenz mit dem LIFT-Mitglied Bernd Dahme berichtete er dazu:

Er fuhr auf einem Motorrad von Goa nach Gundoli ohne große Probleme auf ziemlich guten Straßen und von Google Maps geleitet. Sogar die Straße von Haliyal nach Gundoli ist jetzt asphaltiert. Während seines Aufenthaltes war ein Teil der Mädchen noch in den Osterferien, andere waren wegen seines bevorstehenden Besuches früher nach Shantidhama zurückgekehrt, einige wenige Mädchen verblieben während der Ferien im Heim, weil sie kein wirkliches Zuhause hatten oder das zu unwirtlich ist.

Von den Sisters wurde er sehr herzlich und von den anwesenden Mädchen begeistert mit Gesang und Tanz empfangen. Nachhaltig beeindruckt habe ihn die Herzlichkeit und das große Engagement der Sisters für die Mädchen des Heimes, die medizinische Hilfe der Dorfbewohner bei kleinen Verletzungen, insbesondere bei Bissen durch giftige Schlangen, und die Hilfstätigkeit in einem der Siddi-Dörfer. Interessiert hätten ihn die durchstrukturierten Tagespläne der Sisters und der Mädchen. Den Tagesplan der Mädchen habe er nach der Rückkehr den Fridolfinger Schülern gezeigt, die sehr erstaunt und auch etwas verlegen reagiert hätten. Eine Angelegenheit würde die Mädchen in Shantidhama sehr betrüben, nämlich dass sie keine Handies oder Smartphones wie ihre Klassenkameradinnen des Dorfes hätten. Das Handy-Verbot würde – auch in Andheri – weiterhin strikt eingehalten. Wie man ihm während seines jetzigen Indienaufenthaltes erzählte, gebe es in Indien doppelt soviel Handies wie Toiletten !

Am Morgen des zweiten Tages ging er zusammen mit den Sisters und der Mehrzahl der Mädchen in die Messe der katholischen Kirche. Während der Messe hätten die Mädchen begeistert gesungen und getanzt. Nach seinem Eindruck gebe es in Gundoli keine Konflikte zwischen Hindus und Christen. Die Sisters seien im Dorf sehr anerkannt. Beeindruckt hätten ihn der Ehrgeiz und Fleiß der beiden Mädchen, die in Haliyal jetzt an einem Pre-University-College die Vorausbildung zur Krankenschwester (die eine College-Ausbildung ist) absolvierten.

Ein besonderes Erlebnis sei die folgende Fahrt mit Sister Francisca in ein nahes Siddi-Dorf gewesen. Aufgrund besonderer staatlicher Förderungsmaßnahmen für die Siddis in den letzten beiden Jahren gibt es jetzt eine asphaltierte Straße dorthin, im Dorf wurde im letzten Jahr eine Betonstraße errichtet und, noch wichtiger, ein hervorragender Kindergarten geschaffen. Die Schwestern kümmern sich dort um die Alten, im Dorf wurde eine Hochzeit gefeiert und es gebe dort mittlerweise schon eine Hindu-Siddi-Familie.

Auch nach seinem Aufenthalt kommuniziert Herr Starck über WhatsApp mit den Sisters, erfuhr so zunächst über die Trockenheit, die zum Ausfall des Brunnens führte. Inzwischen hat es wieder geregnet, der Brunnen ist wieder voll. Gotttlob ist der Regen nicht so stark, dass Überschwemmung droht.

Der Aufenthalt in Shantidhama sei ein ganz besonderes Erlebnis gewesen !

P.S.: Inzwischen haben wir auch einen WhatsApp-Kontakt zu den Sisters in Shantidhama eingerichtet.

Bericht: Bernd Dahme

Gruppenbild in Shanti Dhama

Sr. Francisca in der kleinen Ambulanz (Clinic) in Shanti Dhama

Neuer Kindergarten im nahen Siddi Dorf

Kümmern um alte kranke Siddi Frau